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Heinrich Mann wurde 1871 als
Sohn eines Lübecker Patriziers
geboren. Nach dem Versuch Maler
zu werden, zog es ihn als Schrift-
steller nach Südeuropa, nach Ita-
lien und Frankreich. Der Süden
wurde die bevorzugte Wahlheimat.
Zur Jahrhunddertwende, veröffent- lichte er in den folgenden fünf Jahrzehnten
rund fünfzig Werke vorwiegend erzählenden Inhalts. |
Politisch war Heinrich Mann zunächst Anarchist,
später Sozialist – innerlich aber ist er wohl zeitlebens bürgerlicher
Liberaler geblieben. Vor der Diktatur der Nationalsozialisten floh er
1933 nach Paris. Er starb 1950 in Kalifornien.
In seinen frühen Büchern gestaltete er Liebe und Hass als beherrschende
Triebfeder der menschlichen Natur. Daneben wurde er zum leidenschaftlichen
Kritiker der bürgerlichen Gesell-schaft seiner Zeit. Seine grotesken
Satiren sind zwar hin und wieder überspitzt, doch treffen sie genau
die Schwächen der Gesellschaft vor dem Ersten Weltkrieg.
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